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Sommerdecke: Welche Füllung, welcher TOG-Wert — und wie findet man die richtige?

2026 08 04

Kaum wird es wärmer, macht sich die Winterdecke unangenehm bemerkbar. Man wacht verschwitzt auf, die Bettwäsche fühlt sich feucht an, der Schlaf ist unruhig. Die Lösung liegt auf der Hand: ein leichteres Modell her. Nur steht man dann vor einem unübersichtlichen Angebot — Dutzende Decken, unterschiedliche Bezeichnungen, Füllungen und Kennzahlen, die kaum jemand auf Anhieb einordnen kann.

Dieser Artikel räumt damit auf. Was bedeutet TOG konkret? Worauf kommt es bei der Füllung an? Und wie findet man das Modell, das wirklich zur eigenen Schlafgewohnheit passt?


TOG — was hinter der Zahl steckt

TOG steht für Thermal Overall Grade und beschreibt den Wärmeisolierungsgrad einer Decke. Die Formel ist simpel: Je höher der TOG-Wert, desto mehr Wärme hält die Decke zurück.

Für Winterdecken empfehlen sich Werte zwischen 10 und 13,5 TOG. Für den Sommer gelten ganz andere Maßstäbe.

Orientierungswerte für Sommerdecken:

1–4,5 TOG — sehr leichte Decke für warme Schlafzimmer und Menschen, denen es generell schnell zu warm wird. Geeignet bei Raumtemperaturen ab 24 °C.

4,5–7 TOG — das universellste Sommersegment. Passt für die meisten Menschen bei Temperaturen zwischen 20 und 24 °C im Schlafzimmer.

7–10 TOG — für kühlere Sommernächte, den Übergang in den Herbst oder Menschen, denen es auch im Sommer schnell kalt wird.

Ein oft übersehener Punkt: TOG beschreibt nicht nur Wärme, sondern indirekt auch Atmungsaktivität. Eine Decke mit niedrigem TOG-Wert lässt mehr Luft zirkulieren — was dem Körper hilft, die Temperatur in der Nacht selbst zu regulieren.


Die Füllung entscheidet

Mehr als die Optik, mehr als der Preis und sogar mehr als die Marke bestimmt die Füllung, wie sich eine Sommerdecke wirklich anfühlt. Hier werden die meisten Kaufentscheidungen falsch getroffen.

Synthetik (Polyester, Mikrofiber, Hollofiberfill)

Synthetische Füllungen sind günstig, robust und pflegeleicht — Maschinenwaschgang, fertig. Der Haken: Kunstfasern atmen deutlich schlechter als Naturfasern. Selbst bei niedrigem TOG-Wert kann eine synthetische Decke zum Wärmestau führen, weil Feuchtigkeit nicht effektiv abtransportiert wird.

Für Allergiker gegen tierische Materialien und alle, die eine unkomplizierte Pflege bevorzugen, bleibt Synthetik trotzdem eine solide Wahl. Wer zum Nachtschwitzen neigt, sollte jedoch eine Alternative in Betracht ziehen.

Baumwolle

Baumwolle zählt zu den zuverlässigsten Füllungen für Sommerdecken. Sie nimmt Feuchtigkeit auf, lässt die Haut atmen und vermittelt ein angenehm kühles Liegegefühl. Baumwolldecken sind dabei in der Regel etwas schwerer als synthetische oder Daunenmodelle — das schränkt aber ihre feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften nicht ein.

Besonders empfehlenswert für Menschen, die nachts schwitzen und gleichzeitig eine natürliche, hautverträgliche Lösung suchen. Pflegeleicht und maschinenwaschbar.

Bambus

Bambusfasern gehören derzeit zu den gefragtesten Füllmaterialien für Sommerdecken — und das aus gutem Grund. Sie regulieren die Temperatur zuverlässig, transportieren Feuchtigkeit schneller ab als Baumwolle und wirken von Natur aus antibakteriell.

Wer unter Nachtschweiß leidet, findet in einer Bambus-Sommerdecke oft die wirkungsvollste Lösung. Der Preis liegt etwas höher als bei Baumwolle oder Synthetik, ist aber angesichts der Leistung gut begründet.

Lyocell (Tencel)

Lyocell arbeitet ähnlich wie Bambus, ist aber noch feiner in der Feuchtigkeitsregulierung: Es leitet Nässe aktiv von der Hautoberfläche weg, hält die Temperatur stabil und ist ausgesprochen weich. Da der Herstellungsprozess geschlossene Kreisläufe nutzt und keine Chemikalien im Stoff verbleiben, ist Lyocell auch für empfindliche Haut und Allergiker bedenkenlos geeignet.

Daunen

Ein Sommer-Daunenbett ist das leichteste aller Modelle — bei niedrigem TOG wirkt es kaum spürbar auf der Haut. Der Nachteil: Daunen absorbieren kaum Feuchtigkeit. Wer nachts schwitzt, wird sich unter einem Daunenbett schnell unwohl fühlen. Für Allergiker scheidet diese Option ohnehin aus.


Dicke ist nicht gleich Wärme

Viele greifen im Sommer intuitiv zur dünnsten Decke im Regal — und liegen damit nicht unbedingt richtig. Dicke und Wärme hängen bei Bettdecken nicht direkt zusammen. Eine voluminöse Decke mit niedrigem TOG-Wert kann deutlich kühler sein als eine optisch dünne mit höherem Wert — entscheidend ist die Dichte der Füllung.

Für den Sommer gilt daher: immer nach dem TOG-Wert auswählen, nicht nach dem äußeren Erscheinungsbild.


Was auf dem Etikett wirklich steht

Das Etikett ist beim Deckenkauf oft unterschätzt — dabei verrät es das Wichtigste.

TOG-Wert — der erste Blick gilt dieser Zahl. 4,5 bis 7 TOG ist für die meisten Sommersituationen der richtige Bereich.

Füllzusammensetzung — 100 % Polyester bedeutet synthetisch, 100 % Baumwolle bedeutet Naturfaser, 50 % Bambus / 50 % Baumwolle ist ein häufiger Naturmix.

Füllgewicht — angegeben in Gramm pro Quadratmeter. Für Sommerdecken ist ein Bereich von 100 bis 200 g/m² typisch. Winterdecken liegen oft bei 300 g/m² und darüber.

Bezugsmaterial — der Stoff, der die Füllung umhüllt. Baumwolle, Bambus oder Lyocell atmen deutlich besser als synthetische Bezüge und machen den Unterschied im tatsächlichen Schlafgefühl.

Pflegehinweis — relevant, wenn die Decke regelmäßig gewaschen wird.

Fehlt eine dieser Angaben komplett — ist das ein Hinweis, der nachdenklich machen sollte.


Wer braucht was

Nachtschwitzer

Bambus- oder Lyocellfüllung, TOG-Wert zwischen 2 und 4,5. Synthetik meiden — sie hält Feuchtigkeit an der Haut.

Allergiker

Synthetische Decke mit OEKO-TEX®-Zertifikat oder Alternativen aus Baumwolle und Lyocell — beides hypoallergen und gut verträglich.

Kinder

2 bis 4 TOG, natürliche Füllung aus Baumwolle oder Bambus, OEKO-TEX®-Zertifikat und Maschinenwaschbarkeit — das sind die vier Kriterien, die zählen.

Menschen, denen es auch im Sommer kalt wird

7 bis 10 TOG mit Baumwoll- oder Bambusfüllung: warm genug, aber trotzdem atmungsaktiv.


Drei Schritte zur richtigen Entscheidung

Schritt 1: Schlafzimmertemperatur in einer typischen Sommernacht messen. Über 22–24 °C: niedriges TOG (1–4,5). Zwischen 18 und 22 °C: mittlerer Bereich (4,5–7).

Schritt 2: Den eigenen Schlaftyp ehrlich einschätzen. Schwitze ich? Habe ich empfindliche Haut? Reagiere ich auf Allergene? Diese Antworten führen direkt zur richtigen Füllung.

Schritt 3: Etikett lesen, bevor der Kauf abgeschlossen wird. Wer alle relevanten Informationen findet, kann sicher sein — wer keine findet, sollte skeptisch bleiben.

Eine Auswahl an Sommerdecken mit klar ausgewiesenen Füllungen, TOG-Werten und Pflegehinweisen finden Sie in der Savashome Sommerdecken-Kategorie.


Fazit

Eine Sommerdecke ist keine abgespeckte Winterdecke. Sie funktioniert nach anderen Prinzipien, braucht eine andere Füllung und einen anderen TOG-Wert — und wer das versteht, trifft eine deutlich bessere Kaufentscheidung.

Die drei zentralen Kriterien: TOG-Wert (4,5–7 für den Sommer), Füllung (Bambus oder Lyocell bei Schwitzen, Baumwolle als Allrounder, Synthetik für Allergiker gegen tierische Materialien) und Bezugsstoff (je natürlicher, desto angenehmer das Schlafklima).

Zeit lassen lohnt sich. Eine gut gewählte Sommerdecke verändert die Schlafqualität in der warmen Jahreszeit merklich — und das über viele Jahre.

Savashome AT

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