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Motten in der Bettwäsche: So erkennen Sie einen Befall und werden ihn wieder los

2026 08 11

Sie öffnen den Kleiderschrank oder holen eine länger nicht benutzte Bettdecke hervor und entdecken plötzlich kleine Schäden im Stoff. Winzige Löcher sehen aus, als hätte etwas daran gefressen. Vielleicht entdecken Sie sogar kleine Insekten oder Larven. Dahinter können Kleidermotten stecken – ein Problem, das Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Motten in Bettdecken, Kissen und anderen Bettwaren kommen häufiger vor, als viele vermuten. Besonders gefährdet sind saisonale Bettwaren, die über Monate unberührt im hinteren Teil eines Schranks liegen. Die gute Nachricht: Ein Mottenbefall lässt sich bekämpfen. Entscheidend ist, richtig und möglichst früh zu handeln.

Was sind Motten und warum befallen sie Bettwaren?

Kleidermotten sind kleine Falter, deren Larven sich von bestimmten Bestandteilen natürlicher Fasern ernähren. Dabei sind nicht die ausgewachsenen Motten für die typischen Löcher verantwortlich. Den eigentlichen Schaden verursachen die Larven.

Sie ernähren sich bevorzugt von keratinhaltigen Materialien. Dazu gehören unter anderem Wolle, Seide, Haare, Federn und Daunen.

Rein synthetische Bettwaren sind deshalb für Kleidermotten deutlich weniger attraktiv. Eine Wolldecke, Seidenbettwäsche, eine Daunendecke oder ein Kissen mit natürlicher Füllung kann den Larven hingegen geeignete Nahrung bieten.

Besonders wohl fühlen sich Motten an Orten, die:

  • dunkel und ruhig sind,
  • über längere Zeit nicht gestört werden,
  • eine erhöhte Feuchtigkeit aufweisen,
  • natürliche Textilien enthalten,
  • oder an denen sich Rückstände von Schweiß und Hautfett befinden.

Genau deshalb können eingelagerten Bettdecken und Kissen ideale Bedingungen bieten. Sie liegen häufig monatelang unbewegt an dunklen Stellen und werden vor der Lagerung nicht immer ausreichend gereinigt oder geschützt.

Woran erkennt man einen Mottenbefall?

Kleine und unregelmäßige Löcher

Unregelmäßige Löcher im Stoff gehören zu den bekanntesten Anzeichen. Sie entstehen, wenn sich Mottenlarven von den Fasern ernähren. Anders als bei einem Riss oder einer mechanischen Beschädigung wirken die Löcher häufig klein und ungleichmäßig verteilt.

Feine Gespinste oder seidige Fäden

Mottenlarven können sehr feine, seidige Fäden oder kleine Gespinste hinterlassen. Diese befinden sich häufig direkt auf dem Stoff oder in geschützten Bereichen.

Kleine helle Eier

Die Eier von Kleidermotten sind winzig und mit bloßem Auge leicht zu übersehen. Sie sind ungefähr 0,5 mm groß und meist weiß bis gelblich-weiß. Besonders häufig werden sie in Stofffalten, Nähten oder anderen geschützten Stellen abgelegt.

Larven

Die Larven können bis zu ungefähr einen Zentimeter lang werden. Sie sind meist hell oder weißlich und besitzen einen etwas dunkleren Kopf. Da sie Licht meiden, verstecken sie sich bevorzugt an dunklen, wenig gestörten Stellen.

Ausgewachsene Motten

Kleidermotten sind kleine, meist goldgelbe bis bräunliche Falter mit einer Größe von ungefähr 1–2 cm. Wenn regelmäßig kleine Motten in der Nähe des Kleiderschranks oder der Bettwaren auftauchen, sollten Sie den Inhalt genauer kontrollieren.

Kleine dunkle Rückstände

Winzige dunkle Punkte auf oder neben den Textilien können ebenfalls auf einen Befall hindeuten. Dabei kann es sich unter anderem um Ausscheidungen der Larven handeln.

Kann man einen Mottenbefall am Geruch erkennen?

Manchmal entwickeln lange gelagerte oder befallene Textilien einen schweren, abgestandenen oder leicht modrigen Geruch.

Dieser Geruch wird nicht zwingend unmittelbar von den Motten verursacht. Häufig deutet er vielmehr auf feuchte und schlecht belüftete Lagerbedingungen hin – also genau auf eine Umgebung, in der sich Kleidermotten besonders wohlfühlen können.

Motten in Bettwaren bekämpfen: Schritt für Schritt

1. Befallene Bettwaren sofort isolieren

Entdecken Sie Hinweise auf Motten, sollten betroffene Bettwäsche, Decken oder Kissen zunächst von anderen Textilien getrennt werden.

Geben Sie die betroffenen Produkte am besten direkt in einen dicht verschließbaren Kunststoffbeutel. Dadurch reduzieren Sie das Risiko, dass Larven oder Eier auf weitere Kleidungsstücke und Bettwaren gelangen.

2. Hitze gegen Mottenlarven einsetzen

Hohe Temperaturen können sowohl Mottenlarven als auch Eier abtöten.

Waschen bei 60 °C

Wenn das Pflegeetikett es erlaubt, ist eine Wäsche bei 60 °C eine wirkungsvolle Möglichkeit, Motten und deren Entwicklungsstadien zu bekämpfen.

Achten Sie jedoch unbedingt auf die Pflegehinweise des jeweiligen Produkts. Empfindliche Naturfasern können bei solchen Temperaturen beschädigt werden.

Trocknen bei hoher Temperatur

Für geeignete Textilien kann auch ein Wäschetrockner hilfreich sein. Eine Behandlung bei hoher Temperatur über mindestens etwa 30 Minuten kann Larven ebenfalls abtöten.

Auch hier gilt: Prüfen Sie vorher, ob das Material für eine solche Behandlung geeignet ist.

Was tun bei Seide oder Daunen?

Seidenbettwäsche und viele Daunenprodukte dürfen nicht bei 60 °C gewaschen werden. Hier sollten schonendere Alternativen gewählt werden.

Möglich sind beispielsweise:

  • eine professionelle Reinigung, bei der Sie ausdrücklich auf den Mottenbefall hinweisen,
  • oder eine Behandlung mit sehr niedrigen Temperaturen.

3. Motten mit Kälte bekämpfen

Für empfindliche Textilien kann das Einfrieren eine Alternative zur Hitzebehandlung sein.

Verpacken Sie die Bettware möglichst luftdicht in einem Kunststoffbeutel und legen Sie sie bei etwa -18 °C oder kälter für mindestens 72 Stunden in den Gefrierschrank.

Anschließend lassen Sie das Produkt wieder vollständig auftauen und reinigen es entsprechend den Pflegehinweisen.

4. Den gesamten Schrank reinigen

Es reicht nicht aus, lediglich die sichtbar befallene Bettwäsche zu behandeln. Eier und Larven können sich auch an anderen Stellen im Schrank befinden.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen:

  • Ecken,
  • kleine Ritzen,
  • Fugen und Verbindungsstellen,
  • Bereiche unter Einlegeböden,
  • wenig zugängliche Stellen.

Räumen Sie den Schrank vollständig aus und saugen Sie ihn gründlich ab.

Anschließend können die Oberflächen gereinigt werden. Je nach Situation kommen beispielsweise ein Essig-Wasser-Gemisch oder ein für den jeweiligen Einsatzbereich geeignetes Insektizid infrage.

Bevor Bettwäsche und Kleidung wieder eingeräumt werden, sollte der Schrank vollständig trocken sein.

5. Pheromonfallen zur Kontrolle einsetzen

Spezielle Pheromonfallen für Kleidermotten können dabei helfen, festzustellen, ob noch ausgewachsene Motten vorhanden sind.

Die Fallen locken vor allem männliche Motten an. Dadurch lässt sich die Aktivität im Raum oder Schrank besser überwachen.

Allerdings sollte man sich nicht ausschließlich auf Mottenfallen verlassen. Sie können zwar einen Teil der ausgewachsenen Tiere fangen, beseitigen jedoch weder vorhandene Eier noch Larven.

Die eigentliche Reinigung und Behandlung der betroffenen Textilien bleibt daher unverzichtbar.

So beugen Sie einem erneuten Mottenbefall vor

Noch einfacher als die Bekämpfung eines bestehenden Befalls ist es, geeignete Bedingungen für Motten von vornherein zu vermeiden.

Bettwaren sauber einlagern

Bevor eine saisonale Decke, ein Kissen oder andere Bettwäsche für längere Zeit verstaut wird, sollte sie gründlich gereinigt werden.

Das gilt auch dann, wenn sie auf den ersten Blick sauber aussieht.

Kleine Rückstände von Schweiß, Hautfett oder anderen organischen Stoffen können Naturfasern für Mottenlarven zusätzlich attraktiv machen.

Bettwäsche geschützt aufbewahren

Für länger gelagerte Bettwaren eignen sich beispielsweise:

  • dicht verschlossene Aufbewahrungsbeutel,
  • Vakuumbeutel,
  • stabile Aufbewahrungsboxen mit gut schließendem Deckel.

Eine möglichst geschlossene Lagerung erschwert es ausgewachsenen Motten, an die Textilien zu gelangen und dort Eier abzulegen.

Natürliche Mittel gegen Motten

Neben einer sauberen und geschützten Lagerung werden verschiedene natürliche Duftstoffe traditionell zur Mottenabwehr eingesetzt.

Zedernholz

Zedernholzblöcke, -kugeln oder -anhänger können im Kleiderschrank platziert werden. Die enthaltenen ätherischen Öle sorgen für den charakteristischen Geruch, den Motten eher meiden.

Mit der Zeit nimmt die Intensität des Duftes ab. Die Oberfläche des Holzes kann deshalb ungefähr alle 6–12 Monate vorsichtig mit feinem Schleifpapier angeraut werden.

Lavendel

Getrockneter Lavendel gehört zu den bekanntesten natürlichen Mitteln gegen Kleidermotten.

Kleine Lavendelsäckchen können im Schrank oder zwischen eingelagerten Bettwaren platziert werden. Auch Lavendelöl wird häufig verwendet.

Nelken, Zimt und Salbei

Auch intensive pflanzliche Düfte wie Nelken, Zimt oder Salbei werden traditionell als Mottenabwehr eingesetzt.

Die Gewürze oder getrockneten Pflanzen können beispielsweise in kleine Stoffbeutel gefüllt und im Schrank aufgehängt werden.

Ätherische Öle

Auch ätherische Öle wie Pfefferminze, Eukalyptus oder Rosmarin werden häufig genutzt.

Einige Tropfen auf einem kleinen Stück Baumwollstoff können in einer Ecke des Schranks platziert werden. Direkter Kontakt konzentrierter ätherischer Öle mit empfindlichen Textilien sollte jedoch vermieden werden.

Schrank regelmäßig lüften

Kleidermotten bevorzugen ruhige, dunkle und wenig belüftete Bereiche.

Deshalb lohnt es sich, den Schrank regelmäßig zu öffnen und zu lüften. Bettwaren, die längere Zeit gelagert werden, können gelegentlich herausgenommen und kontrolliert werden.

So werden die Textilien bewegt und mögliche Anzeichen eines Befalls schneller entdeckt.

Naturmaterialien regelmäßig überprüfen

Besitzen Sie Bettwaren aus Wolle, Seide, Daunen oder Federn, sollten diese besonders während längerer Lagerungszeiten regelmäßig kontrolliert werden.

Eine Überprüfung mindestens einmal pro Saison kann helfen, einen Mottenbefall frühzeitig festzustellen.

Je früher Larven, Eier oder charakteristische Schäden entdeckt werden, desto leichter lässt sich verhindern, dass sich der Befall auf andere Textilien ausbreitet.

Besondere Pflege für Bettwaren aus natürlichen Materialien

Naturmaterialien wie Wolle, Seide, Federn und Daunen können gegenüber Motten empfindlicher sein als rein synthetische Fasern.

Das ist jedoch kein Grund, auf natürliche Bettwaren zu verzichten. Sie werden wegen ihrer angenehmen Eigenschaften und ihres Schlafkomforts geschätzt. Bei längerer Lagerung ist lediglich etwas mehr Aufmerksamkeit erforderlich.

Die wichtigsten Regeln lassen sich einfach zusammenfassen:

  • Bettwaren vor der Lagerung reinigen,
  • möglichst geschützt und dicht verschlossen aufbewahren,
  • Zedernholz oder Lavendel als zusätzliche Mottenabwehr verwenden,
  • eingelagerte Produkte regelmäßig kontrollieren.

Eine große Auswahl an Bettwaren aus natürlichen Materialien – darunter Produkte aus Seide, Wolle und weitere Varianten – finden Sie in der Savashome Kollektion.

Fazit

Motten in Bettwäsche und anderen Bettwaren sind unangenehm, lassen sich aber mit den richtigen Maßnahmen gut bekämpfen.

Entscheidend ist, betroffene Produkte möglichst schnell von anderen Textilien zu trennen, Larven und Eier durch geeignete Wärme- oder Kältebehandlungen zu beseitigen und anschließend auch den gesamten Aufbewahrungsbereich gründlich zu reinigen.

Mindestens genauso wichtig ist die Vorbeugung. Saubere, trockene und möglichst dicht verpackte Bettwaren bieten Motten deutlich schlechtere Bedingungen.

Vor allem saisonale Bettdecken, Kissen und andere Produkte aus Naturmaterialien sollten deshalb sorgfältig für die Lagerung vorbereitet werden. Wenige zusätzliche Minuten beim Einlagern können später erheblichen Aufwand und beschädigte Textilien verhindern.

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